Flug nach New Orleans

Mittwoch, 27.03.2013

Es ist wieder soweit, heute startet unsere Urlaubsreise. Da der Berliner Flughafen BBI immer noch eine Großbaustelle mit ungewisser Fertigstellung ist, haben wir wieder das Glück, in Tegel starten zu können.

Um kurz vor 11.00 Uhr verlassen wir die Wohnung und sind mit dem Taxi innerhalb von 15 Minuten in Tegel am richtigen Terminal. Wir fliegen diesmal mit Air France. Da es keinen Direktflug gab geht es um 12.50 Uhr zunächst nach Paris. Wir haben etwas Verspätung und müssen uns im weitläufigen Flughafen Charles de Gaulle sputen, denn wir müssen zu einem gegenüberliegenden Terminal. Um 16.10 Uhr geht es weiter Richtung Atlanta. Wir haben in der mittleren 3er-Reihe die beiden Außenplätze gebucht. Die Maschine ist ausgebucht. Der junge (ungewöhlich schweigsame) farbige Amerikaner, der den Platz zwischen uns erwischt hat, hätte gerne getauscht, aber ich bin mit meinem Platz am Gang ganz zufrieden.

Bei der Buchung konnten wir spezielle Ernährungswünsche angeben und ich bekam somit gleich zu Beginn den Vegetarier-Aufkleber auf meine Kopfstütze geklebt, damit nichts schief geht. Diese Menüwahl kann ich auch allen nicht-Vegetariern nur empfehlen. Man bekommt viel mehr Obst und Salat und nicht diese komischen eingeschweißten Weißmehlsnacks, die nach nichts schmecken und wie Steine im Magen liegen.

Nach fast 12 Stunden in der Maschine landen wir in den USA. Der Spaß mit Homeland Security beginnt. Vor der Einwanderungskontrolle stehen schon viele Passagiere an, aber es geht recht flott voran. Zwischendurch gibt es immer wieder Durchsagen, in denen Mitarbeiter mit bestimmten Sprachkenntnissen an die Schalter gerufen werden. Als wir endlich dran sind, wissen wir auch warum. Heute ist Fragestunde. Das Standardprogramm (Iris Scan und Fingerabdruck aller 10 Finger, sowie die Frage nach dem Grund der Reise und dem Ausreisetermin) wird durch diverse Fragen erweitert: Wo kommen Sie jetzt her? Wie lange wohnen Sie da schon? Wer ist ihr Arbeitgeber? Wie lange arbeiten Sie schon dort? Waren Sie schon einmal in den USA? Wann? Wo? Nachdem ich offensichtlich alles zur Zufriedenheit beantwortet (und mich wohl auch nicht ungewöhnlich benommen habe), bekomme ich meine Papiere zurück und kann den Schalter passieren. Ok, ich bin jetzt in den USA, mein Koffer noch nicht ganz. Da Steffen und ich nicht verheiratet, also keine Familie sind, werden wir immer getrennt kontrolliert. Zum Glück habe ich nicht seine Fragen bekommen, denn er wurde gefragt, ob er Obst dabei hätte. (Reine Zeitverschwendung. Steffen hatte unterwegs - seit ich ihn kenne und vermutlich auch davor - noch nie irgendwo Obst dabei). Ich hatte verbotenerweise noch eine Banane und einen Apfel im Rucksack. Obst und Gemüse darf man aber nicht einführen. Das hätte wohl Ärger gegeben.

Jetzt müssen wir unser Gepäck holen. Aber das geht schnell. Durch die Zeit mit den Einreiseformalitäten müssen wir jetzt nicht warten und die Koffer fahren schon auf dem Gepäckband an uns vorbei. Dann geht es durch den Zoll. Wir sehen wohl hinreichend harmlos aus und werden nicht näher inspiziert. An der nächsten Ecke können wir das Gepäck für den Weiterflug nach New Orleans schnell und problemlos wieder aufgeben. Das Flugzeug soll um 22.50 Uhr Ortszeit abfliegen, hat aber etwas Verspätung.

Gegen Mitternacht Ortszeit landen wir in New Orleans, Lousiana. In Deutschland ist es jetzt 5.00 Uhr morgens. Entsprechend unserem Tages-Rhythmus werde ich langsam wieder munter, während Steffen ziemlich k.o. ist. Wir fahren mit dem Taxi in unserer Hotel im French Quarter. Wie in New York gibt es auch hier dafür Festpreise (in New Orleans gilt er allerdings auch auf der Rückfahrt zum Flughafen). Mit $38 inklusive Tip (Trinkgeld) sind wir dabei. Unseren Mietwagen werden wir erst in 3 Tagen übernehmen. Hier brauchen wir ihn nicht denn in New Orleans Innenstadt gibt es öffentlichen Nahverkehr, der auch dem entspricht was man sich in Deutschland darunter vorstellt. Außerdem kostet das Parken hier fast mehr als das Auto und nach unseren Erfahrungen vor einigen Jahren in Los Angeles wollten wir nicht nochmal nach 18 stündiger Anreise mitten in der Nacht einen Mietwagen übernehmen und dann noch mit ihm ins Hotel fahren müssen. Dort begegnete uns dann auch zum ersten Mal der Zirkus mit dem "Valet Parking", der uns damals endgültig den Rest gab.

Unser schickes Hotel, das Maison Dupuy Hotel  liegt am Rande des quirligen French Quarter. Wir checken schnell ein und gehen zu Bett.

Unser Hotel von der Straße aus gesehen

Innenhof des Hotels mit Brunnen und (hier nicht zu sehen) Pool