Von New Orleans nach Pensacola

Ostersamstag, 30.03.2013

Von New Orleans nach Pensacola
Bye, bye New Orleans. Heute geht es nach Pensacola, Florida. Die Strecke ist 320km lang. Wir durchqueren auf dem Weg die Bundesstaaten Mississippi und Alabama.

Aber zuerst müssen wir den Mietwagen übernehmen. Mit dem Taxi geht es wieder zum Festpreis Richtung Flughafen. Unserem Taxifahrer haben wir die Adresse der Autovermietung genannt, aber er ist sich nicht sicher, wohin, da am Flughafen viel gebaut wurde und auch Alamo, unser Autovermieter, umgezogen sein soll. Zum Glück haben wir das Handy, Steffen ruft bei bei Alamo an und der Taxifahrer führte ein langes Orientierungsgespäch, das aber schließlich zum Erfolg führt. Hatten wir eigentlich jemals einen USA Urlaub, in dem wir nicht mindestens einem Taxifahrer erklären mußten, wo er hinfahren muß?

Die Formalitäten für den Mietwagen sind schnell erledigt. Wir haben einen Midsize (Intermediate) bestellt. Leider ist gerade keiner in der Garage. Eine Mitarbeiterin fertigt uns ziemlich ab und will uns weismachen, dass die kleineren Wagen, die da noch stehen, auch Midsize wären. Sie verschwindet aber ziemlich schnell, und ihr Kollege Greg ist noch anderweitig beschäftigt. Nachdem er endlich für uns Zeit hat, bedankt er sich höchst charmant und sehr freundlich für unsere Geduld und bietet Steffen als Entschädigung für die Warterei an, sich ein Auto aus der höheren Kategorie (Fullsize) auszusuchen, zum selben Preis. Und schwups sitzen wir in einem fast neuen Hundai Sonata Hybrid; er hat erst 1032 Meilen (ca. 1660km) auf dem Tacho, wenn wir ihn zurückgeben werden es mit 2516 Meilen (ca. 4050km) mehr als doppelt so viele sein. Außerdem spricht Greg noch ein bißchen akzentfreies(!) Deutsch, das er sich selber beibringt und fragt auf deutsch, ob wir irgendwo Kratzer festgestellt hätten. Nein, alles ist gut.

Unser Mietwagen, ein Hundai Sonata Hybrid
Wir machen uns auf den Weg. Gerne hätten wir noch unterwegs eine "Swamp Tour" durch den Sumpf gemacht. Aber leider sind alle ausgebucht. Ostersamstag ist wohl Hochsaison. Zwar steuern wir einen großen Anbieter an in der Hoffnung, daß andere Gäste ihre Reservierung nicht wahrnehmen, aber wir haben kein Glück.

Dafür lernen wir unseren Hybrid näher kennen. Wir können ihm mit der Fernbedienung im Schlüssel nicht abschließen. Zunächst behelfen wir uns damit, die Türen manuell abzuschließen, aber dass ist natürlich keine Dauerlösung. Nachdem wir keine Tickets für die Swamp Tour mehr bekommen haben, kümmert sich Steffen um die Lösung des Problems. Er ruft die Hundai Hotline an und schildert das Problem. Gerne will man uns helfen und den Wagen abschleppen, leider ist das nicht unser Problem, der Wagen fährt ja wunderbar. In der Betriebsanleitung findet sich auch kein Hinweis. Plötzlich hat Steffen den Geistesblitz. Der Wagen ist gar nicht ausgestellt, vermutlich weil der Automatikhebel beim Betätigen des Start/Stop-Knopf nicht auf "P" wie Parken stand, deshalb läßt er sich nicht abschließen (beim Hybrid hört man ja nichts, wenn er über den Elektromotor läuft). Und das war dann auch die Lösung. Wir fahren wieder weiter und schauen uns auf dem Weg zum Highway die Gegend rund um die Sümpfe an. Fast alle Gebäude (die vereinzelt auf großen Grundstücken liegen) stehen hier auf hohen Stelzen und sind somit quasi im ersten Stock. Unter den Häusern ist meist die Garage und ein Abstellraum.

Nach einiger Zeit sind wir wieder auf dem Highway 10. In Mississippi fallen wir in eine Outlet-Mall ein und kaufen ein paar Klamotten. Danach geht es zum Walmart, wir brauchen eine Kühlbox, Wasser, Pflaster und Lebensmittel.

Gegen 19.30 Uhr sind wir im Best Western PLUS Blue Angel Inn in Pensacola. Das zweckmäßige Hotel liegt in der Nähe der Interstate Nummer 10 und ca. 30 Minuten (mit dem Auto natürlich) vom Strand entfernt. Das Zimmer ist geräumig, aber leider direkt neben der lärmenden Eismaschine. Aufgrund der Osterreiserei gibt es auch kein anderes Zimmer mit 2 getrennten Betten mehr für uns. Aber nachdem Steffen den großen Kühlschrank, der ebenfalls ziemlich laut ist, in unserem Zimmer ausgestellt hat können wir gut schlafen.

Abendessen gibt es im Applebees, einem sogenannten "Family Restaurant".