Dienstag, 02.04.2013
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| Von Talahassee nach Homosassa Springs |
Nach dem wir beim Park Ranger unseren Eintritt ($6 pro Auto) bezahlt haben, fahren wir noch ein Stückchen durch den Wald. Dann wird es lichter und wir kommen auf einen hübschen Parkplatz. Hier ist wenig los, es ist ruhig und wunderschön. Wir ergattern noch 2 Karten für die 11.00 Uhr Bootstour auf dem Wakulla River. Die eigentliche Sensation, das Glasbodenboot, mit dem man bis auf den Grund der 55 Meter tiefen Quelle schauen kann, fährt leider nicht denn das Wasser ist heute nicht klar genug. Aber unsere Bootstour ist ein echter Glücksgriff. Unser Kapitän ist wieder ein Volunteer und hat die 70 bestimmt schon überschritten. Routiniert fährt er das Boot den Fluß hinab. Der Motor ist sehr leise und ist bei Stops gar nicht zu hören; wir genießen die Tour. Unterwegs sehen wir viele Vögel, Schildkröten, Wasserschlangen und Alligatoren. Gerade die Alligatoren lösen bei Alt und Jung Begeisterung aus. "A Gator, a Gator!" Die Alligatoren wurden nur noch von einer Ente mit wenige Tage alten Küken getoppt. Die gefiel den Kindern dann noch besser. Unser Guide erzählt viel über Flora und Fauna und wir sind 1 Stunde 15 Minuten unterwegs.
| Unser Boot (ohne Glasboden) |
| Viele Bäume mit Spanish Moss im und am Wasser |
| Schildkröten beim Sonnenbad |
| Einer der beliebten Alligatoren |
| Wasserschlange im Badebereich |
In der Logde essen wir gegen 12.45 Uhr zu Mittag und verabschieden uns dann schweren Herzens von diesem wunderbaren Ort.
Wir fahren weiter in südlicher Richtung. Einige Orte entlang der Küste verdanken großen artesischen Quellen ihren Namen. Hier ist die Heimat der unter Schutz stehenden Manatees, großer, unförmiger, friedlicher Seekühe. Da diese Tiere in allem sehr langsam (die Verdauung, einmal vorne rein und hinten wieder raus dauert 7 Tage, wie wir gelernt haben) sehr zutraulich und verschmust sind und kaum natürlichen Feinde haben, wurden sie von Menschen fast ausgerottet. Außerden werden viele bei Unfällen mit Booten verletzt oder getötet. Jetzt werden sie geschützt und viele Orte werben mit ihnen.
Es gibt Manatee Touren (tauchen und schwimmen mit Manetees). Sie tauchen als Figur auf (Manetee hält Briefkasten), als Wappen und in dem Namen von Orten, Firmen etc. Sie brauchen eine Mindestwassertemperatur, um zu überleben. Im Winter schwimmen sie die Flüsse hinauf und mögen Kühlwasserbecken von Kraftwerken besonders gerne, da ist es schön mollig warm. Da sie sich wenig bewegen, sind sie mit Algen bewachsen und schimmern grün. Kleine Fische kabbern an den Algen auf den Manatees und am liebsten würden man zur Wurzelbürste greifen und sie mal ordentlich abschrubben.
Gegen 17.00 Uhr erreichen wir unser nächstes Hotel. Wir hätten es fast gar nicht erkannt, so chic ist es.
Plantation on Crystal River, 1,5 Stunden nördlich von Tampa am malerischen Crystal River, der Heimat der Manatees, gelegen. Großzügig angelegtes Resort, 2 Golfplätze, Driving Range, 4 Tennisplätzen, 1 geheizter Swimmingpool, Whirlpool, Marina, Crocket und Shuffleboard, Volleyball, Fischen, Schnorcheln, Vermietung von Kanus und Kajaks, Restaurant mit Blick auf den Garten und 2 Bars, kostenlose Parkmöglichkeiten. Die 145 Zimmer sind auf 2 Stockwerke verteilt.
Wir checken schnell ein und machen uns wieder auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Für einen Park Besuch o.ä. sind wir zu spät. Wir fahren zur Marina. Bisher war da immer was los. Hier nicht. Es ist ein einfacher Hafen für Angelboote und Bootstouren ohne sonstige Touristenbespaßung. Also zurück ins Hotel und rein in den Pool. Leider werden gegen Abend die kleinen gemeinen Mücken munter und wir gehen nach einiger Zeit wieder auf unser Zimmer. Inwischen knurrt der Magen. Das Hotelrestaurant hätte unsere Urlaubskasse ziemlich gebeutelt, also fahren wir zum nächsten Pizza Hut. Hier bietet sich uns wieder das übliche Bild: keine schlanken, wohlhabende Touristen mehr sondern ziemlich moppelige Einheimische.
