Von Key Largo nach Key West

Montag, 08.04.2013

Von Key Largo nach Key West
Wieder ein herrlicher Morgen, heute geht es nach nach Key West. Die Stecke ist mit 130km angegeben.

Zunächst gibt es Frühstück, das schlimmste bisher, aber ich kann draußen essen und 3 Pelikane auf 3 Pollern sehen mir dabei zu. Wir planen den Tag. Zur Wahl steht eine 2stündige Tour mit einem Glasbodenboot, die um 10.00 Uhr startet oder der Besuch des "Theater of the Sea". Die Entscheidung fällt für das "Theater of the Sea" und wir machen uns auf den Weg. Es ist nicht allzuweit entfernt, liegt auf Weg (nun ja, auf den Keys liegt eigentlich alles auf dem Weg) und mit $58 für 2 Personen sind wir dabei.

Man kann sich mit zahmen Vögeln ablichten lassen
Es werden verschiedene Shows nacheinander im Halbstundentakt angeboten (Delphin, Seelöwe, Papagei, eine Minibootstour und eine geführte Tour zu den Fischen, Schildkröten und Alligatoren) In 2,5 Stunden kann man das volle Programm erleben. Außerdem kann man Dolphin Encounter etc. buchen, also Schwimmen mit Delphinen oder Rochen, malen mit Seelöwen usw. Wir ziehen kurz die Delphine in Erwägung, obwohl die Rochen eigentlich viel witziger sind. Aber ein Blick auf das Wasser und die kleine abgetrennten Areale läßt uns wieder Abstand nehmen. Außerdem sind die Preise beachtlich. Wir hatten eigentlich auch befürchtet, daß man diese Angebote weit im Voraus reservieren muß, aber zumindest im Moment kann man auch für den selben Tag Termine bekommen.

Der Star der Delfinshow...
... bei der Arbeit
... immer hoch hinaus!
Die Shows gefallen uns gut. Mir hat es besonders der Seelöwe angetan. Er kann genau unterscheiden, ob ihm ein Eiswürfel oder ein genauso aussehender Quallenwürfel zugeworfen wird. Das Eis ignoriert er und läßt es sich an den Kopf werfen, aber für Qualle reißt er sofort das Maul auf und verschlingt den Leckerbissen.

Qualle ist lecker!
Auch beim Bootfahren gab es Delfinkunststücke innerhalb...
... und außerhalb des Bootes.
Nachdem wir die Show verlassen haben und ein gutes Stück gefahren sind, essen wir gegen 14.30 Uhr je eine Personal Pan Pizza, 1x Supreme und 1x Vegetariana bei Pizza Hut.

Die Keys sind in 5 Regionen aufgeteilt: Key Largo, Islamorada, Marathon, Big Pine Key und Key West. Bevor wir Key West erreichen fahren wir über die 7-Mile Bridge, die wir aber nicht ganz so spektakulär finden, wie der Reiseführer einem weismachen will. Gegen 16.15 Uhr erreichen wir das "Doubletree Grand Key Resort by Hilton" in Key West. Das Hotel ist etwas außerhalb vom Zentrum gelegen, hat aber einen Shuttle-Bus nach Downtown, der stündlich fährt. Wir lassen das Auto auf dem Hotelparkplatz stehen und fahren mit dem 17.00 Uhr Trolley in die Altstadt.

Typisches Touristenfoto am (angeblich) südlichsten Punkt der USA
Wir steigen am angeblich südlichsten Punkt der kontinentalen USA aus und machen das oblagatorische Foto an der "90 Miles to Cuba" Tonne (wie man auf Google Maps leicht sehen kann, wird es direkt nebenan noch etwas südlicher, allerdings liegt dieser Bereich auf militärischem Sperrgebiet und eignet sich daher nicht so gut für Touristenfotos :). Dann bummeln wir entlang der Duval Street, machen einen Abstecher zum Ernst Hemingway Wohnhaus (das kleine Museum ist schon geschlossen aber wir können durch den Zaun viele Katzen sehen, die auf dem Grundstück leben) und laufen weiter Richtung Mallory Square, um dort den berühmten Sonnenuntergang zu erleben. Unterwegs sehen wir prächtige Hähne, die in aller Seelenruhe über die Straße laufen. In einer Seitenstraße sehen wir auf einem kleinen Grünstreifen eine Henne mit ihren Kücken im ihrem Nest. Später erfahren wir, daß dies die Nachfahren ehemaliger Kampfhähne sind, die von den Kubanern seinerzeit mitgebracht wurden. Als man den Hahnenkampf verbot wurden viele Tiere einfach ausgesetzt. Jetzt stehen sie unter Schutz und beleben das Straßenbild.

Freilaufender Hahn...
... und eine Henne die auf ihren Küken gluckt.
Aber nicht nur das Federvieh ist hier sehr gelassen, auch die Katzen lassen sich bei ihrem Nickerchen auf der Straße nicht im geringsten stören.

Dösende Katze im Rinnstein
Schließlich erreichen wir den Mallory Square. Hier ist ganz schön was los. Alles wartet auf den Sonnenuntergang. Entlang des Kais steht ein Straßenkünstler neben dem anderen: Jongleure, Artisten, Musiker, ein Verrücker mit einer Katzenshow und französischen Akzent, ein Prediger und ein sehr scharfzüngiger britischer Zauberer und Comedian, den wir schon vom letzten Jahr aus Savannah kennen. Außerdem werden typische Snacks und Getränke verkauft. Ich bin ganz scharf auf einen Original "Key Lime Pie", aber wir haben unsere letzte Barschaft schon für Steffens Eis ausgegeben und an den Buden können wir nicht mit Kreditkarte zahlen. Also genießen wir zuerst den Sonnenuntergang. Obwohl es wegen einiger Wolken am Horizont erst nicht danach aussah, wird er dann doch noch ganz schön.

Katzen-Dompteur bei seiner Show
Schöne Schiffe warten auf den Sonnenuntergang...
... der dann auch bald kommt.
Unsere späteren Versuche, bei einem Automaten Geld zu ziehen, schlagen leider alle fehl. Zum Glück entdecken wir eine Konditorei, die noch geöffnet ist. Zu einem sehr stolzen Preis von $5 bekomme ich ein normal großes Stück Key Lime Pie. Sehr lecker aber auch sehr süß.

Wir nehmen den 21.30 Uhr Trolley zurück ins Hotel und freuen uns aufs Bett. Leider habe ich inzwischen auch noch eine dritte große offene Blase unterm Fuß. Da freut das Beinehochlegen besonders.