Samstag, 06.04.2013
Ein wunderschöner Tag. Ich bin früh wach und mache einen Strandspaziergang Richtung Bowditch Park. Dann geht es gemeinsam zum Frühstück, wir haben es schließlich mitgebucht und in einem 4-Sterne Hotel erwarte ich ein vernünftiges Frühstück. Steffen teilt meinen Optimismus nicht ganz, kommt aber trotzdem mit (natürlich mit Nutella Glas in der Tasche). Wir haben einen günstigen Zeitpunkt erwischt und müssen nicht lange warten, bis wir platziert werden. Unsere Kellnerin ist ziemlich verpeilt, aber schließlich bekommen wir die richtigen Getränke. Das Frühstücksbuffet ist gut und es steht sogar ein Koch bereit, der mit unglaublichem Geschick und Schnelligkeit individuelle Omeletts für die Gäste brät. Zum Abrechnen legen wir unsere Coupons vor. Was wir nicht bedacht hatten: Trotz Coupon müssen wir noch extra Tip für den Service zahlen. Aber das läuft dann über die Zimmerrechnung. Bei dieser Serviceleistung fällt es uns schwer, Trinkgeld zu geben, aber es ist hier ein wichtiger und großer Teil des Gehaltes.Es zieht uns (also mich und ich ziehe Steffen mit) wieder an den Strand. Ich sammle ein paar Muscheln und wir sehen wieder Delphine am Strand entlang schwimmen. Diesmal laufen wir auch weit über die Seebrücke hinaus und uns wird klar, was der Reiseführer mit "Ballermann" meinte. Der Strand hier liegt in der Nähe der Parkplätze und den einfacheren Hotels und ist richtig voll. Und offensichtlich steht Kokosnuß-Sonnenöl ganz hoch im Kurs. Mittlerweile wird es recht heiß und wir laufen zur parallel verlaufenden Straße um mit dem Trolley wieder ins Hotel zu fahren. Leider verkehrt der Trolley nur stündlich, aber wir haben Glück und müssen nur 15 Minuten warten.
| Musikalische Vorführung am Strand |
| Hier liegen die Touristen dicht an dicht |
| ... und die Motorboote auch |
Wir wollen uns abkühlen und planschen im Pool (das Meer war uns dann doch zu kalt). Als der kleine Hunger kommt müssen wir leider die Insel verlassen, da hier kein Restaurant unter Steffens Augen Gnade findet - zu viel ungeliebter Fisch und Burger gab es für ihn schon zu oft. Gegen 15.00 Uhr starten wir Richtung Festland. Unterwegs bekommen wir einen ordentlichen Schreck. Die Blechlawine auf der anderen Straßenseite, die noch auf die Insel möchte, erscheint endlos und schleicht nur so dahin. Die Aufsicht auf die Rückfahrt hebt nicht gerade meine Laune. Leider ist der anvisierte Pizza Hut nur eine kleine Lieferbude und außerdem geschlossen. In der Nähe gibt es auch nichts vertrauenerweckendes. Schließlich landen wir mal wieder in einem "Perkins Restaurant & Bakery". Obwohl mir mein letzter Besuch in dieser Restaurant Kette in schlechter Erinnerung war bestelle ich einen Salat mit Huhn und bin mit meiner Wahl sehr zufrieden. Hier arbeitet ein besserer Koch.
Um 17.00 Uhr sind wir wieder im Hotel. Steffen zieht es zurück zum Pool. Ich bin in dieser Hinsicht kein großer Fan. Entweder gibt es eine vernünftige 25 oder 50 Meter Bahn, auf der man flott schwimmen kann oder ich langweile mich nach 5 Minuten.
Also wieder an den tollen Strand. Wie haben ablaufendes Wasser (Ebbe will ich das bißchen mal nicht nennen). Es sind nicht mehr viele Menschen unterwegs und meine Muschelfunde werden deutlich besser (seltene Stücke, nicht kaputt). Allerdings muss man auch beherzt zugreifen, wenn man durch den von der Welle aufgewirbelten Sand nicht mehr sieht, was man greift. Ich finde sogar einen begehrten Sanddollar (Kalkgerüst eines Seeigels). Leider wird er den Transport nach Deutschland nicht heil überstehen.
Einen kleinen neugierigen farbigen Jungen kann ich von meiner Methode nicht überzeugen. Er ruft immer nur: "it will bite me" (es wird mich beißen). Auch der geschenkten Muschel schenkt er wenig Aufmerksamkeit.
Steffen ist von meiner reichen Beute nicht so begeistert. Er befürchtet, dass sich der Zoll für die Muscheln interessieren könnte. Bestimmte Muschelarten dürfen nicht ausgeführt werden.
Abends schlendern wir wieder zum Pier und bummeln herum. Am Strand spielt eine Band live Musik und die Stimmung ist gut. Die Vorschriften zum Verzehr von Alkohol sind wieder streng. Er darf nur auf dem Gelände des Restaurants verzehrt werden und am Strand schon gar nicht. Zum Abendessen bestellt Steffen ein Slice of Pizza und ich frittierte Auberginen. Obwohl es nur eine Vorspeise ist, schaffe ich die Portion nicht. Mit ihren Essensportionen können einen die Amis wirklich fertig machen.
Am Strand steigt eine Himmelslaterne auf und schwebt auf den Golf hinaus. So schön!
Bevor wir wieder ins Hotel laufen, gönnt Steffen sich noch ein Eis und ich mir eine kleine Tüte Caramel Popkorn, dass direkt im Laden hergestellt wird. Ich muss es einfach probieren, es läßt mir keine Ruhe seit ich es entdeckt habe. Es ist auch ganz lecker aber wieder sehr süß. Ist nicht schlimm, dass es sowas in Berlin nicht gibt.